Archiv der Kategorie: Steuern

Prof. Guido Hülsmann im Interview

Eine Produktion von E Pluribus Unum

Veranstaltung: Property Rights in the World

Die Property Rights Alliance, der das IUF angehört, stellt den neuen „International Property Rights Index“ vor.

Die Finanzkrise hat in ungeahntem Maße wirtschaftspolitische Tabus gebrochen. Schwerwiegende Eingriffe in die Eigentumsordnung, ja sogar Enteignungen, stehen auf der Tagesordnung. Aber ist das der richtige Weg? Der neue International Property Rights Index zeigt, dass gerade die Sicherheit des Eigentumsrechts eine unerlässliche Voraussetzung für Wohlstand und Wachstum ist. Weiterlesen

IUF-Vortrag: Steuermoral und was damit zusammenhängt…

Wenn in Deutschland über Steuern gesprochen wird, ist in erster Linie von der Einkommenssteuer die Rede und davon, wie diese entweder vereinfacht, reformiert oder wenn es geht auch hinterzogen werden kann. Hierbei fand speziell in den vergangenen Monaten das Thema Steuerhinterziehung besondere Beachtung und führte zu Diskussionen darüber, wie diese verhindert werden kann.

Während sich die politische Diskussion auf technische Aspekte, wie mehr Kontrollen und mehr Interventionen zu beschränken schien, wurden die Gründe zur Steuerhinterziehung nur am Rande diskutiert. Denn genauso wie der Staat ein Interesse hat seine Einnahmen zu sichern und nach Möglichkeit zu erhöhen, haben Steuerzahler ein Interesse ihr Einkommen und Vermögen vor seinem Zugriff zu schützen.

In einer Zeit in der viele ehemalige Ostblockstaaten die Flat Tax erfolgreich etabliert haben und in Deutschland am Status Quo festgehalten wird, ist es notwendig, dass auch bei uns verstanden wird, welche Anreizwirkungen die steuerliche Belastung auslöst und welche individuellen und volkswirtschaftlichen Konsequenzen das Verhalten der Steuerzahler hat. Kurz, eine Debatte über Steuermoral kann ohne das Wissen um die „Funktionsweise“ der Steuerzahler nicht sinnvoll geführt werden.

In seinem Vortrag „Steuermoral und was damit zusammenhängt…“ wird Prof. Blankart von der Humboldt-Universität zu Berlin, Einblick über Norm und Wirklichkeit des deutschen Steuersystems und über die Ursachen der in Deutschland weit verbreiteten Steuerhinterziehung geben.

Die Veranstaltung findet am Freitag den 13. Juni um 18.00 Uhr in den Räumen des Haus der Zukunft, Albrechtstraße 11 (schräg gegenüber der „Ständigen Vertretung“) in 10117 Berlin statt.

Nachtrag: Rentenreform mit José Piñera

Es war ein ausserordentlich interessanter Freitag-Abend, den José Piñera mit seinem engagierten Vortrag zur chilenischen Rentenreform gestaltete. Nachdem er die Grundzüge der Reform umrissen und die Vorzüge des Systems der Rentensparkonten dargelegt hatte, entledigte er sich seines Jackets, krempelte die Ärmel hoch und ging durchaus recht kämpferisch auf einige skeptische Fragen hinsichtlich der Kosten des Systems und der Schwierigkeiten des Systemübergangs ein. So widerlegte er Behauptungen, das chilenische System würde überdurchschnittlich hohe Verwaltungskosten verursachen, mit dem Hinweis, dass die von Kritikern angeführten Kostenschätzungen sich regelmäßig nur auf die Einlagen der Sparer und nicht wie allgemein üblich auf den wesentlich höheren Gesamtwert des Sparkapitals bezögen. Auch er kam nicht umhin, die Schwierigkeiten des Übergangs des Systems anzuerkennen. Hätte man sich jedoch angesichts der vielen Vorteile eines Systems von Rentensparkonten einmal auf ein Reformkurs geeinigt, sollten Schwierigkeiten des Übergangs nur noch eine Frage der Verfahrenswahl sein, jedoch keinerlei Zweifel an der Reform als solche auslösen. So schlug er vor zur Fianzierung des Übergangsdefizits staatliches Vermögen an private Investoren zu verkaufen und so einer produktiveren Verwendung zuzuführen, um aus den Einnahmen einen Teil des Finanzierungsdefizits der Rentenversicherung auszugleichen. Des weiteren käme eine Schuldenfinanzierung des Defizits in Frage. Große Hoffnung setzte er auch in den vom Übergang induzierten Sparzwang der öffentlichen Hand und Mehreinnahmen aus der Besteuerung des vom reformierten Rentensystem angekurbelten wirtschaftlichen Wachstumsgewinns.

Wer Näheres über die chilenische Rentenreform, ihre Effekte und die Lösung der Übergangsprobleme erfahren möchte, dem sei José Piñera Webseite International Pension Reform empfohlen, hier insbesondere der Überblicksartikel „Auf dem Weg zum mündigen Bürger: Reform der Altersvorsorge am Beispiel Chile“ empfohlen. Auch die offzielle Webseite der chilenischen Rentenversicherer bietet eine Fülle von aktuellen Informationen. Für eine kritische Anlalyse der finanziellen Probleme konkurierender Rentensysteme und der daraus erwachsenden Probleme der Sytemtransformation sind auch die Beiträge von Jeffrey Miron und Kevin Murphy „Can Privatisation improve the Financial Health of Social Security?“ und Edward Lazear „Private Accounts for Social Security?“.

Aufgelesen

Nichts ist so sicher wie die Unsicherheiten in Klimamodellen, weshalb Patrick Frank in „Climate of Belief“ sicher ist, dass weder die Wissenschaftler des IPCC, noch die amerikanische Regierung und schon gar nicht Al Gore wissen worüber genau sie reden, wenn sie uns ihre Projektionen über das Klima in 100 Jahren präsentieren. Sicher ist sich auch Luboš Motl, dass jeder, der aus Klimapolitik eine Win-Win-Situation konstruiert Bastiats „Broken-Window-Fallacy“ begeht. Nicht sicher ist sich Bryan Caplan, ob eine vorübergehende Mineralölsteuersenkung, die zwar wegen der gegenüber der Nachfrageelastizität noch geringeren Angebotselastizität vor allem in den Taschen der Kraftstoffhersteller landet, nicht doch eine gute Idee ist. Sicher ist auf jeden Fall: Die Dinge sind in der Regel anders als sie auf den ersten Blick erscheinen oder uns erscheinen sollen.

Das Finanzamt als Sanitätsstelle

Prinz von Liechtenstein, Senator Dr. Sarrazin, Prof. Dr. Dr. Kirchner zu Gast beim Institut für Unternehmerische Freiheit – eine Nachlese der Veranstaltung vom Montag

Am 28. April referierten und diskutierten in Berlin Prinz Stefan von und zu Liechtenstein, Senator Sarrazin, Prof. Kirchner über die Grenzen von staatlicher Souveränität und dem Recht das Staates auf Steuern. Zu dieser Veranstaltung hatte das Institut für Unternehmerische Freiheit in die Vertretung des Landes NRW beim Bund eingeladen.

Anlass für die Veranstaltung war die seit Februar dieses Jahres dauernde Diskussion über Liechtensteins Steuerpolitik im Zusammenhang mit Steuerhinterziehungen und Steuervermeidung. Während man in deutschen Landen von der „Liechtensteiner Steueraffäre“ spricht, ist im Fürstentum Liechtenstein von der „deutschen Affäre“ die Rede. Letztlich geht es hier um Steuerwettbewerb und die Finanzpolitik eines souveränen Staates.

Vor dem Hintergrund von Deutschlands legitimen Interessen an Steuereinnahmen und Liechtensteins staatlicher Souveränität, stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis eine zwischenstaatliche „solidarische“ Steuerharmonisierung zu nationaler Souveränität steht. Die Antwort auf diese Frage ist gerade im Zeitalter der Globalisierung von prinzipieller Bedeutung, steckt sie doch die Grenzen nationaler Souveränität und internationaler Einflussnahme ab.

Wie muss eine Steuerpolitik in einer globalisierten Welt aussehen, in der Freizügigkeit für das Kapital besteht? Prinz Stefan von und zu Lichtenstein, Finanzsenator Sarazin, Prof. Kirchner und die Zuschauer meldeten sich zu Wort: Weiterlesen

IUF-Veranstaltung: Steuersouveränität und Steuerkultur

Prof. Charles Beat Blankart, Finanzwissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin und Vorstand des IUF, begrüßt am 28. April 2008 den Prinz von und zu Lichtenstein, den Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin und den Wirtschaftsrechtler Prof. Dr. Dr. Christian Kirchner von der Humboldt-Universität zu Berlin als Referenten zum Thema Steuersouveränität und Steuerkultur in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund. Weiterlesen