Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Was ist rechts – was ist links?

Längere Zeit herrschte die Auffassung vor, nach dem Zusammenbruch der DDR sei der Sozialismus Vergangenheit und das Rechts-Links-Schema zur Einteilung von Politik habe keine Bedeutung mehr. Daß das so nicht stimmt, wissen wir nicht erst seit dem Erstarken der Partei der Linken. Vielen Wählern erscheinen deren Forderungen und Sichtweisen auf die Gesellschaft berechtig. Sie fürchten sich vor scheinbar unregulierbarem Kapitalismus und möglichen Folgen für ihr berufliches und privates Leben.

Was jedoch ist linke, was ist rechte Politik? Eine gemeinsame Tagung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, des Bundes Freiheit der Wissenschaft und des Instituts für unternehmerische Freiheit will anhand einzelner Politikbereiche, wie Wissenschafts, Schul-, oder Familien- und Sozialpolitik aufzeigen, worin die fundamentalen Unterschiede liegen, die Politiker den Bürger als freies Individuum oder als unmündiges, vor seinen eigenen Entscheidungen zu schützendes Wesen betrachten lassen.

Nähere Informationen und das Programm der vom 13. bis 15. Februar in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach stattfindenden Tagung finden Sie hier.

Die Anmeldung erfolgt direkt über die Friedrich-Naumann-Stiftung

Tagungsbüro: Marion VIERKÖTTER

Tel.: 02261. 3002 – 111

Fax: 02261. 3002 – 135

E-Mail: marion.vierkoetter@freiheit.org

Teilnehmerbeitrag: Euro 95 (ermäßigt 55)

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Neues von den Libertären

Die Libertäre Plattform der FDP hat ein Positionspapier zur Schulbildung veröffentlicht. In den USA geht soeben das libertäres E-Journal „Libertarian Papers“ ins Netz.

Armes Amerika?

Wachsende Ungleichheit und sinkende Reallöhne selbst der amerikanischen Mittelklasse sind in aller Munde. auch in Deutschland wird diese Debatte seit längerem geführt. Interessant ist es daher, dass diese Entwicklung wohl auch ein Ergebnis einer unzutreffenden Lesart und unvollständigen Interpretation der statistischen Daten ist. Christian Broda und David E. Weinstein beschreiben in ihrem Buch Prices, Poverty and Inequality warum sie denken, dass durchschnittliche Amerikaner reicher sind als man landläufig vermutet:

According to conventional wisdom, the economic well-being of all but the wealthiest Americans has stagnated or declined over the past twenty-five years. In Prices, Poverty, and Inequality: Why Americans Are Better Off Than You Think, Christian Broda and David E. Weinstein argue that this idea is based upon misleading measurements of wealth and poverty. The consumer price index used to compute official measures of real wages and poverty ignores two key sources of increased prosperity: the introduction of new and better products and consumers‘ ability to substitute between goods. Deflating nominal wages by a cost-of-living index that adjusts for these previously unconsidered factors of prosperity suggests that the real wages of the poor have actually risen by 30 percent since the late 1970s–and that the poverty rate in America has fallen dramatically over the last forty years.

How can we account for the discrepancy between standard measures of economic well-being–which suggest a trend of increased poverty–and alternative measures that indicate an upswing in prosperity? As Broda and Weinstein argue, product innovation has long been a key source of prosperity for American households. New and better household appliances, cellular phones, vehicle air bags, medicines, and computers are among the many product improvements that have benefited Americans, including the poor, over the last few decades. Yet current official price statistics capture only a portion of the benefits that these improved goods provide to American households. Broda and Weinstein conclude that adjusting poverty measures to fully account for the benefits of product improvements reveals that Americans in every income group are substantially better off economically than they were a quarter century ago.

Markt & Moral

Tyler Cowen über Markt, Moral, Gier und Globalisierung:

Unternehmerische Freiheit und Sozialstaat

Erich Weede, Professor emeritus für Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des IUF, beschäftigt sich in einer neuen IUF-Veröffentlichung mit dem Thema unternehmerische Freiheit und Sozialstaat im Deutschland zu Beginn des neuen Jahrtausends:

Die Bedeutung des freien Unternehmers für den Wohlstand einer jeden Gesellschaft und der Nutzen einer marktwirtschaftlich verfaßten Wirtschaftsordnung sind weithin in Vergessenheit geraten. An die Stelle des Allgemeinwohls setzen Politiker und Lobbyisten die Befriedigung von Partikularinteressen.

In seiner Streitschrift analysiert Prof. Dr. Erich Weede die überragende Bedeutung des Unternehmers als risikofreudiger Innovator und verteidigt die Leistungen der Marktwirtschaft. Zum anderen zeigt er, wie Deutschland mit Hilfe seiner Unternehmer, mutiger Politiker und viel Kreativität aus seiner von Staatsgläubigen aller Couleur verursachten Dauerkrise herauskommt. Ein zweites Wirtschaftswunder ist möglich!

Die Broschüre Unternehmerische Freiheit und Sozialstaat ist für Euro 6,90 über den Buchhandel, Amazon oder versandkostenfrei direkt beim TvR Verlag erhältlich.

Socialism in one lesson


Etwas mehr Aufmerksamkeit erfordert dagegen „Economics in one lesson“. Kein Wunder, warum linke Politik für viele so intuitiv ist, besteht sie doch im wesentlichen aus einem einfachen Handgriff.

Via Coyote Blog.

Nicht die Mühe wert?

Gordon Tullock erläutert, warum er nicht wählen geht.