Archiv der Kategorie: Bücher

Aus gegebenem Anlass

Die Finanzkrise hat die globale Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen und wirft einen dunklen Schatten auf das Wirtschaftsjahr 2009. Grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge stehen erneut zur Disposition; vorbei sind aber auch die Zeiten des Vertrauens auf die Konjunkturförderung expansiver Geldpolitik und fiskalischer Stimulierung der Volkswirtschaft durch wirtschaftliche Aktivitäten des Staates. Einmal mehr wird klar, dass vor der Therapie die Diagnose der finanzwirtschaftlichen Misere steht.

Susanne Maria Schmidt und Olaf Steglich, beide Finanzexperten mit beruflichem Hintergrund in privaten Kreditinstituten, wagen sich in der Broschüre „Aus gegebenem Anlass oder warum Ordnungspolitik das einzige Heilmittel für die Fianzmärkte ist“ an diese Diagnose. Für sie liegt der Beginn der Krise in einer Wirtschaftswunderwelt, in der eine expansive Geldpolitik, eine nahezu manisch, auf Wohneigentum fixierte Sparförderung der amerikanischen Regierung und ein eklatantes Versagen der Finanzaufsichtsbehörden, den Nährboden für das von vielen als Gier beschriebene extrem risikofreudige Handeln von Finanzinvestoren legte. Statt sich auf fundamentale Wirkungs- und Bewertungszusammenhänge von Vermögenswerten zu besinnen, wiegten sich die Marktakteure angesichts extrem günstiger Kredite und vermeintlich sicherer Anlageprodukte in einer trügerischen Sicherheit.

Die Autoren legen dar, dass dieser Misere nicht mit einer Verschärfung der Regulierungssysteme beizukommen ist, die bereits in der Vergangenheit versagten. Vielmehr geht es darum die Identifikation und Steuerung von Risiken im Wirtschaftssystem durch klare Prinzipien der Risikobewertung zu unterstützen und Regulierungen zu vermeiden, die eine Sozialisierung der Finanzmarktrisiken befördern. Statt mit für die gegenwärtige Situation völlig untauglichen Rezepten verstaubter keynesianischer Wirtschaftskochbücher kurzsichtige Konjunkturpolitik zu betreiben, sollte der Staat sich auf seine ordnungspolitische Rolle als Garant marktwirtschaftlicher Grundprinzipien konzentrieren. Eine Abkehr von förderpolitisch motivierter Bankenregulierung, eine auf Preisniveaustabilität fokussierte Geldpolitik und eine kritische Überprüfung des Systems der Universalbanken in Deutschland werden der aktuellen Problemlage eher gerecht.

Sie können sie hier auf der Webseite der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit als PDF herunterladen oder kostenlos in der gedruckten Version bestellen.

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Buchvorstellung: Kleines Lesebuch über die Verfassung der Freiheit

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Dr. Michael von Prollius stellt das von ihm zusammengestellte und kommentierte „Kleines Lesebuch über die Verfassung der Freiheit“ vor, in dem herausragende Liberale, wie Solon v. Athen, Humboldt, Kant, Hayek und de Jasay u.v.m. sich mit dieser Thematik auseinander setzen. Die Bemühungen um eine Verfassung der Freiheit reichen bis in die klassische Antike zurück; sie sind ein integraler Bestandteil der Geschichte Europas. Die Beschäftigung mit den Ideen dieser großen Denker ist ein Bildungserlebnis und besitzt große aktuelle Bedeutung.

Kleines Lesebuch über die Verfassung der Freiheit

Eine Verfassung der Freiheit wird von der herrschenden Klasse in Deutschland wie in Europa nicht angestrebt. Vielmehr arbeiten organisierte Interessen auf das Gegenteil hin – eine umfassende Regelung des Daseins der Bürger in fast allen Lebensbereichen.

Dr. Michael von Prollius stellt das von ihm zusammengestellte und kommentierte „Kleines Lesebuch über die Verfassung der Freiheit“ vor, in dem herausragende Liberale, wie Solon v. Athen, Humboldt, Kant, Hayek und de Jasay u.v.m. sich mit dieser Thematik auseinander setzen. Die Bemühungen um eine Verfassung der Freiheit reichen bis in die klassische Antike zurück; sie sind ein integraler Bestandteil der Geschichte Europas. Die Beschäftigung mit den Ideen dieser großen Denker ist ein Bildungserlebnis und besitzt große aktuelle Bedeutung.

Die Veranstaltung findet am 12. Februar ab 18:30 Uhr in den Räumen des Instituts für Unternehmerische Freiheit, Stubenrauchstraße 10, 12161 Berlin statt.

Zur Anmeldung und zum Programm der Veranstaltung gelangen sie hier.

Aktualisiertes Online-Ökonomie-Lexikon

Das amerikanische Webportal Library of Economics and Liberty hat soeben die aktualisierte und erweiterte Ausgabe seines umfassenden Ökonomie-Lexikons The Concise Encyclopedia of Economics ins Netz gestellt. Hier findet man eine große Auswahl von wirtschaftspolitisch relevanten Begriffen von Agrarsubventionen bis Wohlfahrtsstaat einfach, fundiert und empirisch belegt erklärt. Trotz der primär amerikanischen Perspektive lassen sie sich die Einträge inhaltlich leicht verallgemeinern und auf unsere europäischen Verhältnisse übertragen. Viele Beiträge beschäftigen sich sogar primär mit dem europäischen Wirtschaftssystem, der Europäischen Union und deren Institutionen.

Für die Teilnehmer der gestrigen IUF-Veranstaltung dürften etwa die Begriffe Austrian School of Economics, Inflation, Monetary Policy, Federal Reserve System, Rational Expectations, Corporate Financial Structure sowie Savings and Loan Crisis interessant sein.

Sei kein Idealist!

P. J. O’Rourke, amerikanischer Satiriker und in Deutschland durch seine ebenso amüsante wie akribische Zusammenfassung des Adam Smith-Klassikers „Der Wohlstand der Nationen“ bekannt, gibt wohl wissend der eigenen 68er Altlasten der heutigen Jugend (nicht nur) einen gut gemeinten Rat:

Don’t be an idealist!

Don’t chain yourself to a redwood tree. Instead, be a corporate lawyer and make $500,000 a year. No matter how much you cheat the IRS, you’ll still end up paying $100,000 in property, sales and excise taxes. That’s $100,000 to schools, sewers, roads, firefighters and police. You’ll be doing good for society. Does chaining yourself to a redwood tree do society $100,000 worth of good?

Idealists are also bullies. The idealist says, „I care more about the redwood trees than you do. I care so much I can’t eat. I can’t sleep. It broke up my marriage. And because I care more than you do, I’m a better person. And because I’m the better person, I have the right to boss you around.“

Get a pair of bolt cutters and liberate that tree.

Who does more for the redwoods and society anyway — the guy chained to a tree or the guy who founds the „Green Travel Redwood Tree-Hug Tour Company“ and makes a million by turning redwoods into a tourist destination, a valuable resource that people will pay just to go look at?

So make your contribution by getting rich. Don’t be an idealist.

Die Demystifizierung des Marktes

In seinem neuen Buch The Best Book on the Market demystifiziert Eamonn Butler, der Direktor des führenden britischen Free-Market-Think-Tanks Adam-Smith-Institute, die Welt des Marktes und des Wettbewerbs, der Monopole und Kartelle, der Preise und Profite. Mit anschaulichen Beispielen erläutert er, wie die uns umgebenden Märkte dazu beitragen können eine wohlhabendere, freiere und friedlichere Welt zu schaffen und warum noch mehr Marktwirtschaft hilfreich sein kann. Butler selbst schreibt zur Veröffentlichung seines Buches: Weiterlesen