Archiv des Autors: iufberlin

Buchvorstellung: Kleines Lesebuch über die Verfassung der Freiheit

Vodpod videos no longer available.

Dr. Michael von Prollius stellt das von ihm zusammengestellte und kommentierte „Kleines Lesebuch über die Verfassung der Freiheit“ vor, in dem herausragende Liberale, wie Solon v. Athen, Humboldt, Kant, Hayek und de Jasay u.v.m. sich mit dieser Thematik auseinander setzen. Die Bemühungen um eine Verfassung der Freiheit reichen bis in die klassische Antike zurück; sie sind ein integraler Bestandteil der Geschichte Europas. Die Beschäftigung mit den Ideen dieser großen Denker ist ein Bildungserlebnis und besitzt große aktuelle Bedeutung.

Werbeanzeigen

Preise oder Befehle – wer soll unsere Wirtschaft lenken?

Veranstaltung am 12. November 2008 mit Dr. Michael von Prollius

Einführungstext auf der IUF-Website

 Zur Karte bei Google Maps

Zur Karte bei Google Maps

Programm

18.30 Uhr Empfang
19.00 Uhr Preise oder Befehle – wer soll unsere Wirtschaft lenken?
20.00 Uhr Diskussion
21.00 Uhr Drinks & Snacks

Veranstaltungsort

Haus der Zukunft Berlin e.V.
Albrechtstraße 11  Friedrichstraße
(schräg gegenüber der „Ständigen Vertretung“)
10117 Berlin

In unmittelbarer Nähe zum S- und U-Bahnhof Friedrichstraße

AnmeldungInstitut für Unternehmerische Freiheit

Email: info@iuf-berlin.org

Fax: 030 6920 80039

Post: Stubenrauchstr. 10
12161 Berlin

Ein Bildungs-, kein Steuerskandal

Ivo Podgorny

„Deutschland steht vor einem Steuerskandal von historischen Ausmaßen“, schreibt Spiegel-Online: „Hunderte Prominente sollen über Liechtenstein Millionen am deutschen Fiskus vorbeigeschleust haben.“ Im Gefolge der Durchsuchung bei Post-Chef Zumwinkel wird nun zur Jagd geblasen – im Visier: „Prominente und Reiche“.

Den Artikel begleitet ein Leserforum mit dem Titel „Steuerflüchtlinge härter bekämpfen?“, der als Frage stellt, was die Linke (und nicht nur sie) schon lange fordert. Kaum oder besser leicht vorzustellen, was sich ein Spiegel-Redakteur von den Kollegen hätte anhören müssen, wenn er zu Lösung des Problems der Steuerflucht ein Forum über ein einfaches und (auch deshalb) gerechtes Steuersystem angeregt hätte, das den Anreiz zur Steuerflucht senkt. Denn um die Problemlösung geht es nicht, sondern darum, genüsslich mit dem Finger auf andere zu zeigen, auf den bösen Onkel, um der gute Onkel zu sein. Ebenso leicht kann man sich vorstellen, wie viel Prozent der Spiegel-Redakteure und Forums-Teilnehmer ihrem Steuerberater wegen seiner interessanten „Liechtenstein-Variante“ voller Dank zu Füßen liegen würden, wenn sie nur genug Einkommen erzielt hätten, um von dieser Variante zu profitieren: Nahezu alle.

So bleibt am Ende Rückenwind für die Linke, die in Hamburger unglaubliche Forderungen mit ein paar zusätzlichen Steuerprüfern finanzieren will und Gelächter für Politiker, die für ein effektives Steuerrecht argumentieren. Und die Erkenntnis: In Sachen Marktwirtschaft gibt es in der Bevölkerung ein massives Bildungsproblem und bei der marktwirtschaftlich orientierten Politik ein massives Kommunikationsproblem. Leider ist diese Erkenntnis alles andere als neu.

Der Rote Kakadu

von Ivo Podgorny

DVD-Tipp: Der Film „Der Rote Kakadu“ zeigt auf fantastische Weise junge Menschen im Dresden von 1961, kurz vor dem Mauerbau, und wie sie nichts anderes wollen, als Freiheit auszuloten und zu genießen. Übrigens auch die Freiheit, sich durch marktwirtschaftliches Agieren die Mittel dafür zu beschaffen. Das führte in der DDR systembedingt unmittelbar in den Schwarzmarkt. Und nebenbei ist „Der Rote Kakadu“ auch ein schöner Liebesfilm, der nicht verschweigt: Die einzige real existierende Freiheit in der DDR war die sexuelle Freiheit. Wenn man sich die jüngst veröffentlichte Studie zu den nicht vorhandenen Kenntnissen junger Leute über die DDR anschaut, möchte man meinen: Schülern nur diesen einen Film vorzuführen, mit anschließender Diskussion, dabei ein Zeitzeuge zu Gast – das müsste hundert Mal effektiver sein als alle Geschichtsstunden bisheriger Machart in Brandenburg oder Berlin*.

„Der Rote Kakadu“ wird sogar von der Bundeszentrale für politische Bildung für den Unterricht empfohlen. Erfreulich! Im Grußwort des Präsidenten heißt es: „Medien prägen unsere Welt. Nicht selten schaffen sie ihr eigenes Universum – schnell und pulsierend, mit der suggestiven Kraft der Bilder.“ Wer sich allerdings das Begleitmaterial der bpb zum Film ansieht wird enttäuscht: Seitenweise überflüssige pädagogische Ratschläge für Lehrer und Aufgaben für Schüler wie „Recherchieren Sie wesentliche Entwicklungen im geteilten Deutschland nach dem Mauerbau.“ Ein Musterbeispiel dafür, wie Staats-Pädagogik zwar das Medium Film in den Unterricht einführt und dann aber dafür sorgt, dass von „der suggestiven Kraft der Bilder“ nicht mehr viel übrig bleibt.

* Meine Zusatzfrage zur Studie: Über was in Gottes Namen wird eigentlich im Geschichtsunterricht auf dem Boden der ehemaligen DDR gesprochen, wenn nicht immer und zuerst gerade über die DDR?

freiheit oder utopie?


sascha’s lecture
Originally uploaded by iufberlin

sascha tamm gave a lecture on the 21st of november about freedom and utopia at iuf. more about the event here

for freedom of speech.


Originally uploaded by iufberlin

iuf-berlin organized the berlin rally, one of many international rallies in support of kareem amer an egyptian blogger who has been imprisoned for expressing his opinions.

the rally was held in front of the egyptian embassy in berlin on stauffenberg straße, and wolfgang and i were able to speak with the ambassador and hand over a petition signed by those in attendance at the rally.

for more information about the rallies held around the world and the continuing struggle to help free kareem and stand in defense of the freedom of speech, see the free kareem website here

help us free kareem.

Kareem Amer is an Egyptian blogger who had the courage to question his government & has been imprisoned for 4 years for exercising his right to free speech.

from the website www.freekareem.org:

Who is Kareem Amer?
Abdul Kareem Nabeel Suleiman, better known by his Internet pseudonym Kareem Amer, is a 22-year-old native of Alexandria, Egypt. He grew up in a very religious family and attended the Al-Azhar religious school system his entire life. He began to rebel against the religious extremism he perceived in his school and began to express his opinions on a blog and Modern Discussion. When the Al-Azhar administration discovered his blog in late 2005, he was expelled from the school and his case was referred to state prosecutors. On February 22, 2007, Kareem was sentenced to four years in prison: three years for ‘contempt of religion’, and one year for ‘defaming the President of Egypt’. An appeal court in mid-March upheld the four-year prison sentence against him, and the judge approved a civil claim filed by the eleven lawyers who want to fine Kareem for ‘insulting Islam’. Kareem’s lawyers will apply for the Court of Cassation (third degree).

On his blog, Kareem describes himself as:

I am down to earth Law student; I look forward to help humanity against all form of discriminations… I am looking forward to open up my own human rights activists Law firm, which will include other lawyers who share the same views. Our main goal is to defend the rights of Muslim and Arabic women against all form of discrimination and to stop violent crimes committed on a daily basis in these countries.

Please join us this Friday in front of the
Egyptian Embassy in Berlin to protest this infringement
of human rights and freedom of speech!

info:
Date: Friday, November 9, 2007
Time: 13.00
Place: Egyptian Embassy Berlin, Stauffenbergstraße 6
Email: jessica@iuf-berlin.org

GETTING KAREEM FREED. an article by Tom Palmer of the CATO institute