Russische Sozialpolitik

Fallende Immobilienpreise gehören mit zu dem Besten, was einem einkommensschwachen Haushalt passieren kann. Immerhin wird damit tendenziell das klamme Budget weniger durch die Kosten des kaum zu vermeidenden Wohnungskonsum belastet. Pech haben die armen Leute jedoch, wenn wie im modernen Russland eher die Anbieter als die Nachfrager von Wohnraum im Mittelpunkt staatlicher Fürsorge stehen. Getreu dem derzeitigen Trend, jedem Investor die unangenehmen Konsequenzen seiner vergangenen Spekulationen abzunehmen, kauft die russische Regierung derzeit Wohnungen im Wert von 3 Mrd. Euro vom Markt ab, um mit dieser Wohltat die Immobilienpreise zu stabilisieren. Der Steuerzahler muss nicht nur zusehen, wie ihm die Chance auf günstigere Mieten und Wohnungspreise flöten geht, nein, er muss auch noch die „Lagerhaltungskosten“ für diese künstliche Angebotsverknappung zahlen.

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