Kein Griff an die eigene Nase

Dieser Tage hört man von Seiten staatlicher Institutionen wieder einmal viel über vermeintlich überhöhter Preise. Vielleicht ein Thema für ein anderes Mal. Doch wer im Glashaus sitzt, der soll nicht mit Steinen werfen. Denn auch der Staat fragt bei den Preisen für seine Dienstleistungen selten, ob es nicht auch billiger geht. So haben Ökonomen des renomierten amerikanischen Umwelt-Think-Tanks Resources for the Future berechnet, dass Produktionssubventionen, wie in unserem Erneuerbare Energien Gesetz festgeschrieben, die Förderung des Umstiegs auf eine grüne Energiezukunft zweieinhalb mal so teuer werden lassen, wie eine vernünftige Einbindung der kohlendioxidfreien Energieträger in den Emissionshandel. Auch das von den hiesigen EEG-Verfechtern so verschmähte System von handelbaren Produktionsquoten schneidet noch deutlich besser ab wie unser hiesiger Einspeisetarif. Überzeugen kann auch nicht die Begründung, dass wir zwar teurer, aber in unseren Bemühungen wirksamer sein mögen. Wer braucht in Sachen Klimaschutz auf einer Welt knapper Ressourcen schon Lösungen, die sich nach dem Motto „Masse statt Klasse“ richten. Da drängt sich einem die Antwort auf: Derjenige der mehr  persönliches Interesse an Masse als an Klasse hat. Manche denken eben auch in Sachen Umweltschutz nicht viel weiter als an die Nachhaltigkeit in der eigenen Brieftasche.

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