Ist Fair-Trade fairer?

Steven Landsburg und Richard Posner zweifeln, dass man mit Fair-Trade-Labeln den besseren Kapitalismus erreicht.

Steven Landsburg:

In fact, the whole fair trade thing is an excellent illustration of creative capitalism gone insane. You can pay an inflated price for your coffee and put a farmer out of work, or you can buy ordinary coffee, contribute to CARE, and feed a starving child. Please oh please don’t trick people into thinking the former is a good deed.

Richard Posner:

Selling “fair trade coffee,” as Starbucks does to those customers willing to pay a premium for it, is not corporate philanthropy. It’s just supplying a product at the profit-maximizing price to a person who is an altruist. Business is happy to sell to altruists, just as it is happy to sell to selfish people. Selling “fair trade coffee” is no different, from the corporation’s standpoint, from selling leather clothes to sadomasochists.

Auf dem Blog Creative Capitalism dreht sich die Debatte über Sinn und Unsinn eines kreativen Kapitalismus und die Frage, ob eine an langfristiger Gewinnmaximierung ausgerichtete Unternehmenskultur durch eine stärker altruistisch orientierte Marktwirtschaft ersetzt werden sollte.

2 Antworten zu “Ist Fair-Trade fairer?

  1. Interessante Zitate. Danke für den Blog-Tipp.

  2. Sehr Interessant, ja.

    Allerdings muss ich mich als jemand, der sich von verschiedenen Gebieten kommend kritisch mit den unhinterfragten Individual und Gruppenpsychologischen Voraussetzungen ökonomischer Theorie beschäftigt, fragen,

    ob die große Diskrepanz, die zwischen dem ökonomischen und dem psychologisch-hermeneutisch gewonnenen menschenbild liegt nicht randvoll gefüllt ist mit menschlichen Impulsen, Emotionen, Intentionen etc,

    die viel zu komplex sind, um sie fassen zu können, und in Verbindung mit der kaum noch hinterfragten Feststellung, dass es eine psycholog. Entwicklung der kognitiven Fähigkeit gibt, zeichnet sich langsam ab, dass die Standardisierung des menschen, wie sie anfang des letzten Jhr. stattfand, heute keinen Sinn mehr macht,

    UND DAS können natürlich nur die sehen, deren Entwicklung weit genug fortgeschritten ist, technisch nennt man: (meta-)systemisches denken, und es ist die kognitive Grundlage für zB ökologisches Denken, während klassische VWL nur formal-operatives, also linear-logisches Denken benötigt, weswegen man davon ausgehen kann, dass gerade der Typ Mensch, der sich für VWL entscheidet, eine Tendenz zu diesem für unsere heutigen Verhältnisse sub-komplexen und sub-optimalen Denken hat.

    Was natürlich nicht heißt, dass die heutige VWL von heute doof wäre.

    Es heißt eigentlich nur, dass es noch richtig viel zu tun gibt.

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