In den Wind geschrieben

Ein Zitat aus dem EON-Wind-Report 2005 spricht Bände:

Ein objektives Maß dafür, inwieweit Windenergieanlagen traditionelle Kraftwerke ersetzen können, ist der Beitrag zur gesicherten Leistung, den Windenergieanlagen in einem bestehenden Kraftwerkspark leisten. Auf etwa diese Leistung kann im herkömmlichen Kraftwerkspark verzichtet werden, ohne dadurch das Niveau der Versorgungssicherheit zu beeinträchtigen.

Wie hoch dieser Beitrag der Windenergieanlagen zur gesicherten Leistung ist, wurde 2004 in der dena-Netzstudie sowie zusätzlich im Auftrag der deutschen Übertragungsnetzbetreiber in einer Studie des Instituts für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft (IAEW) der RWTH Aachen untersucht.

Beide Studien kamen unabhängig voneinander zu nahezu identischen Ergebnissen: Die Windenergie trägt heute mit rund 8 % ihrer installierten Leistung zur gesicherten Erzeugungsleistung des Gesamtsystems bei. Nur in diesem Umfang kann sie herkömmliche Erzeugung ersetzen. Mehr als 90 % der installierten Windkraftleistung müssen also weiterhin in traditionellen Kraftwerken vorgehalten werden.

Dabei gilt: Je höher der Anteil der Windkraft im Gesamtsystem wird, desto niedriger ist der relative Beitrag zur gesicherten Leistung. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass mit steigender Windenergieleistung die geringere Verfügbarkeit der Windenergieanlagen mehr und mehr die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems bestimmt. Die höhere Verlässlichkeit herkömmlicher Kraftwerke rückt damit zunehmend in den Hintergrund.

Daher wird der relative Beitrag der Windkraft zur gesicherten Leistung unseres Versorgungssystems gemäß IAEW-Studie bis zum Jahr 2020 kontinuierlich auf etwa 4 % sinken (BILD 7). Konkret heißt dies, dass im Jahr 2020 bei einer im Rahmen der dena-Netzstudie prognostizierten Windkraftkapazität von über 48.000 MW rund 2.000 MW an thermischer Erzeugung durch diese Windenergieanlagen ersetzt werden könnten.

Der Ausbau der Windenergienutzung dürfte also weniger eine Investition in die Zukunft der deutschen Energieversorgung, als vielmehr in die subventionierten Portfolios einiger weniger Trittbrettfahrer der deutschen Klimaschutzpolitik darstellen.

Eine Antwort zu “In den Wind geschrieben

  1. Heißt das bei Windrädern nicht „TRITTIN-Brett-Fahrer“? Soll heißen: an der Quelle saß der Knabe. Oder kürzer: qui bono?

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