Günstiger studieren?

In Hessen wurden die Studiengebühren gekippt, in Hamburg nahezu halbiert. Studenten und Bildungspolitiker aller Orten glauben offenbar noch im an einen Free Lunch.

Hochschulbildung ist aufgrund der hohen zu erwartenden Bildungsrendite eine lukrative Investition in Humankapital, die ebenso wie jede andere Investition nur dann eigenverantwortlich, den gegebenen Marktrisiken angemessen und auf einen maximalen Ertrag ausgerichtet ist, wenn sie vom Nutznießer des späteren Gewinns auch finanziert wird. Das äußert sich in einer sorgfältigeren Wahl des Studienfachs, mehr Lerneifer und in einer kürzeren Studienzeit, was nicht nur bessere Jobaussichten, sondern auch wegen des früheren Berufseinstiegs ein höheres Lebenseinkommen verspricht.

Zudem können Studiengebühren zu einer effizienteren und qualitätsorientierten Hochschulfinanzierung beitragen. Hochschulen befinden sich im Wettbewerb um zahlende Studenten, weshalb die Bildungseinrichtungen gezwungen sind vor allem in die ergebnisorientierte Qualität ihrer Bildungseinrichtung zu investieren.

Schließlich sind Studiengebühren, anders als vielfach behauptet, gerecht, denn sie sorgen dafür, dass die Nutznießer der Gewinne einer akademischen Ausbildung zumindest einen Teil der Kosten übernehmen und die Last nicht auf anonyme Steuerzahler übertragen, die im Zweifel nie eine Hochschule von innen gesehen haben.

2 Antworten zu “Günstiger studieren?

  1. Studiengebühren, die nur das Steueraufkommen des Staates erhöhen, diskreditieren eher das liberale Ziel einer Ent-Staatlichung des Bildungswesens! Es bleibt ja beim faktischen Monopol und dabei, dass der zahlende Kunde eben NICHT König ist sondern nur zusätzlich zahlt (ohne dass die Leistungen besser werden, ohne Wettbewerb, ohne Steuerentlastungen der Allgemeinheit und ohne, dass die Transfers für stärkere pressure groups wie etwa Rentner, Beamte, Spediteure und Bau“unternehmer“ infrage gestellt würden!)!

  2. Das mag ein Argument gegen die Organisation des „Bildungsmarktes“ in Deutschland sein, aber kein Argument gegen Studiengebühren oder eine echte Bezahlung der Ausbildung.

    Die Kritik in der Öffentlichkeit richtete sich jedoch klar gegen jegliche Finanzierung der Ausbildung durch die Nutznießer.

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