Fein raus

„Was man sieht und was man nicht sieht“ heißt ein Essay von Frederic Bastiat, der sich mit den indirekten volkswirtschaftlichen Wirkung wirtschaftpolitischer Aktivitäten beschäftigt und den dieser bereits vor gut 150 Jahren verfasst hat. Zeit für eine Lektüre wäre also für unseren Landwirtschaftsminister genug gewesen. Doch nein, Politiker sind dazu einfach viel zu beschäftigt, denn sie müssen so etwas von sich geben:

Seehofer äußerte sich besorgt über die Vernichtung von Regenwäldern für Biosprit und forderte eine Regelung der EU. EU-weit sollte die Anrechnung von Biosprit auf die Kraftstoffquote nur dann zulässig sein, wenn die Rohstoffe für den Biosprit nicht aus gerodeten Urwäldern stammen.

Wirklich fein raus ist man mit solchen Zertifizierungen. Wen interessiert es dann schon, wenn die von der Biospritproduktion verdrängten landwirtschaftlichen Produkte dafür auf den Flächen gerodeter Urwälder angebaut werden. Auch lässt sich dann die Verantwortlichkeit leichter verdrängen.

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