Kein Mitleid nötig

Der Prozessorhersteller AMD wird in der Öffentlichkeit gern in der Opferrolle gegenüber dem übermächtigen Mitbewerber Intel präsentiert. In Brüssel laufen sich gar die Wettbewerbshüter warm und machen Razzien durch Intels Europazentrale und großen Elektronikmarktketten, weil Preisdumping und Exklusivverträge gegen den kleineren Konkurrenten AMD vermutet werden. Dem Intel-Konkurrenten scheint dieses Verfahren nicht unangenehm zu sein, denn der Hersteller selbst schürt auf seiner Webseite Missgunst gegen Intel. Ganz abgesehen von der wettbewerbsrechtlichen Irrelevanz der Vorwürfe gegenüber Intel, da die angebliche ruinöse Konkurrenz mit nicht kostendeckenden Preisen inzwischen mehr als ein Jahrzehnt läuft und den Hersteller nicht davon abhält mit seinen Prozessoren beachtliche Gewinne zu machen. Mit einem Anbieter, der seine Erträge statt in Forschung, Entwicklung und überlegene Produkte in dubiose Öffentlichkeitsarbeit gegen die Konkurrenz investiert, also unverhohlen Rent Seeking betreibt,  muss man wirklich kein Mitleid haben.

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