Zwischen den Stühlen

Politiker haben es wirklich schwer es allen recht zu machen. So hat die deutsche Vertreterin im EU-Agrarausschuss ihre Probleme mit der Forderung einiger Mitgliedsstaaten nach Lockerung der Milchquoten. Ihr würde da schon ein europäischer Saldierungsmechanismus ausreichen. Schließlich können europäische Bauern die künstlich erzeugte Knappheit ganz lukrativ in klimpernde Münze umwandeln, warum dann nicht den Handel zwischen den Mitgliedstaaten erleichtern? So schätzt sie dann auch die Grenzen ihres Handlungsspielraums ganz realistisch ein:
Dadurch könnte man beispielsweise den Forderungen der Junglandwirte, die ihre Produktion steigern wollen, zielgerecht nachkommen. Jedoch müssen sowohl das Marktgeschehen, die Marktpreise als auch die Erzeugerpreise nicht nur aus der Interessenlage der Verbraucher, sondern auch aus der Interessenlage der Erzeuger heraus gezielt beobachtet werden.
Den etablierten Bauern die Pfründe bewahren, den Aufstand der Newcomer in Grenzen halten und dann noch dem Konsumenten gerecht werden grenzt an die Quadratur des Kreises. Wann lernen Politiker endlich, dass man es mit staatlichem Interventionismus nie allen gleichzeitig recht machen kann?

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