Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Aktualisiertes Online-Ökonomie-Lexikon

Das amerikanische Webportal Library of Economics and Liberty hat soeben die aktualisierte und erweiterte Ausgabe seines umfassenden Ökonomie-Lexikons The Concise Encyclopedia of Economics ins Netz gestellt. Hier findet man eine große Auswahl von wirtschaftspolitisch relevanten Begriffen von Agrarsubventionen bis Wohlfahrtsstaat einfach, fundiert und empirisch belegt erklärt. Trotz der primär amerikanischen Perspektive lassen sie sich die Einträge inhaltlich leicht verallgemeinern und auf unsere europäischen Verhältnisse übertragen. Viele Beiträge beschäftigen sich sogar primär mit dem europäischen Wirtschaftssystem, der Europäischen Union und deren Institutionen.

Für die Teilnehmer der gestrigen IUF-Veranstaltung dürften etwa die Begriffe Austrian School of Economics, Inflation, Monetary Policy, Federal Reserve System, Rational Expectations, Corporate Financial Structure sowie Savings and Loan Crisis interessant sein.

IUF-Veranstaltung: Manipulierte Konjunktur

Lehren aus der Weltwirtschaftskrise für die aktuelle Finanzkrise

Mehrfach haben Experten die anhaltende Finanzkrise für beendet erklärt, zugleich sind Ausmaß und Ende kaum absehbar. Bei der öffentlichen Ursachenforschung stehen das „Monster” globalisierte Finanzmärkte sowie die Gier und Risikoignoranz der Finanzinstitute im Vordergrund. Die Mär vom Versagen des Kapitalismus und einer heilsamen Regulierung macht erneut die Runde.

Bereits vor über 70 Jahren wurde das Staatsversagen, das zur Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre geführt hatte, in ein Marktversagen umgedeutet. Wie heute auch stand eine Finanzkrise im Mittelpunkt der Turbulenzen. Zugleich gibt es beruhigende Unterschiede.

Welche tieferen Ursachen liegen der vergangenen wie der aktuellen Krise zu Grunde? Welche Rolle spielen die Zentralbanken? Welche Wege gibt es aus der Krise? Kann der Staat die Wirtschaft stabilisieren?

Die Geld- und Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule gibt auf diese und andere Fragen bemerkenswert aktuelle Antworten. Als Gäste des IUF können Sie zudem die Erkenntnis widerlegen, dass die Geschichte die beste Lehrmeisterin mit den schlechtesten Schülern ist.

Vortrag von Dr. Michael v. Prollius am Mittwoch, dem 01. Oktober 2008 im Haus der Zukunft e.V. in der Albrechtstr. 11, 10117 Berlin um 19 Uhr. Näheres finden Sie auf der Webseite des IUF.

IUF-Veranstaltung zur Energieeffizienz

Angesichts stark gestiegner Energiepreise stellt sich die Frage wohin uns diese Entwicklung führen wird. Die so genannte zweite Miete droht die Kaltmiete zu überholen, aber ungeachtet ob Mieter oder Eigentümer, alle müssen im Winter heizen. Allein schon aus Gründen der Vernunft und Ökonomie ist es geboten, nach Wegen zu suchen, dieser Entwicklung gegenzusteuern, denn Einsparpotenziale sind vorhanden.

Gesetze und Verordnungen regeln Standards, die auf eine Erhöhung der Energieeffizienz abzielen. Auf welchen Grundlagen beruhen diese Regularien? Sind die apokalyptischen Prognosen in den Medien ernster zu nehmen als Erfolgsmeldungen der Bundesregierung? Gerade wer sein eigenes Geld ausgibt, schaut auf das Verhältnis von Aufwand und Nutzen. Wie hoch sind die Einsparpotenziale anzusetzen, was wurde in den letzten Jahren erreicht?

Den Haushalten wird suggeriert, als Sektor einer der größten Energieverbraucher in Deutschland zu sein. Trifft das zu? Im volkswirtschaftlichen Rahmen soll der Energieverbrauch in der Gesamtheit betrachtet werden: von der „Erzeugung” bis zu den Verbrauchsstellen. Je nach Blickwinkel und Darstellung sind die Ergebnisse euphorisierend bis ernüchternd.

Diese Fragen sind Gegenstand der morgigen Veranstaltung (Mittwoch, 03. September 2008) im Rahmen der neuen IUF Veranstaltungsreihe “Ökonomie am Feierabend” – anschließende Fragen und Diskussion sind erwünscht. Referent ist Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann, Geschäftsführer der Berliner Bauberatung DIMaGB. Das IUF empfängt interessierte Gäste um 18 Uhr im Haus der Zukunft e.v. in der Albrechtstraße 11, 10117 Berlin-Mitte.

Teures Öl?

Sicher, der rasch gestiegene Ölpreis belastet die private Haushalte ebenso wie deutsche Unternehmen. Doch bedeutet der hohe Ölpreis tatsächlich nur eine Belastung? Genauso könnte man fragen, ob das rasche weltwirtschaftliche Wachstum vor allem in China und Indien, als wesentliche Ursache des Ölnachfragebooms, tatsächlich schlecht für die Deutschen ist. Ganz im Gegenteil, bedeutet doch ein beschleunigtes wirtschaftliches Wachstum, dass weltweit mehr Güter als vorher hergestellt werden, die in einem globalem Wettbewerb angeboten zunehmend billiger auf die Ladentische kommen. So wundert sich niemand, dass trotz steigender Energiepreise immer billigere und bessere Produkte der Elektronik- und Unterhaltungsindustrie aus Fernost in unseren Geschäften angeboten werden. So hohe Preise für Öl auf dem Weltmarkt bedeuten doch letztlich nur, dass es Verbraucher und Produzenten gibt, die für die Erzeugung wertvoller Produkte bereit sind so hohe Kosten in Kauf zu nehmen. Sind wir Deutschen nicht willig mit dieser Nachfrage zu konkurrieren, weil uns unsere eingefahrenen Konsumgewohnheiten offenbar weniger wert sind, müssen wir uns in Verzicht üben oder nach Alternativen suchen, um in Zukunft sparsamer gut leben zu können. Das hadern mit der hohen Nachfrage nach Öl in anderen Teilen der Welt kann jedoch kaum die richtige Reaktion auf das Problem sein. Viel eher sollte man sich Gedanken machen, wie man der steigenden Nachfrage ein noch stärker steigendes Angebot gegenüberstellen kann. Und hier ist auch die Politik auf den Plan gerufen, schließlich beeinflusst sie mit ihren wirtschafts- und sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen maßgeblich die Investitionsbedingungen bei der Erschließung neuer Energiequellen und Rohstofflagerstätten.

Erinnerung: IUF-Veranstaltung am 16.07.2008 “Was treibt den Ölpreis?”

IUF-Veranstaltung: Was treibt den Ölpreis?

Zum Auftakt der neuen IUF-Veranstaltungsreihe “Ökonomie am Feierabend” gibt es am 16. Juli 2008 einen Vortrag zum Thema “Was treibt den Ölpreis?”. IUF-Referent Steffen Hentrich erläutert in seinem Vortrag die Funktionsweise von Energie- und Rohstoffmärkten und die Bestimmungsgründe der aktuellen Ölpreisentwicklung. Dabei soll auch der Frage nachgegangen werden, welche Rolle hierbei Rohstoffspekulationen spielen und ob ein Bedarf nach Regulierung spekulativer Rohstoffgeschäfte besteht.

Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr im Haus der Zukunft Berlin e.V. in der Albrechtstraße Nr. 11, 10117 Berlin. Anmeldung zur Veranstaltung bitte über die Webseite des IUF.

Umweltschutz als Freiheitsschutz

Am vergangenen Wochenende veranstaltete das Liberale Institut in Zürich ein Symposium mit dem Titel „Umweltschutz — durch mehr Markt oder mehr Zwang?“. Thema der zweitägigen Veranstaltung war der Zusammenhang zwischen Umweltschutz, Markt und Staat aus liberaler Perspektive. Auch das Institut für unternehmerische Freiheit (IUF) war mit einem Vortrag zum Thema Umweltschutz als Staatsaufgabe vertreten. Für alle Leser die nicht dabei sein konnten und dennoch informiert sein wollen steht mein Redebeitrag hier als PDF-Dokument zum Download bereit.

IUF-Vortrag: Steuermoral und was damit zusammenhängt…

Wenn in Deutschland über Steuern gesprochen wird, ist in erster Linie von der Einkommenssteuer die Rede und davon, wie diese entweder vereinfacht, reformiert oder wenn es geht auch hinterzogen werden kann. Hierbei fand speziell in den vergangenen Monaten das Thema Steuerhinterziehung besondere Beachtung und führte zu Diskussionen darüber, wie diese verhindert werden kann.

Während sich die politische Diskussion auf technische Aspekte, wie mehr Kontrollen und mehr Interventionen zu beschränken schien, wurden die Gründe zur Steuerhinterziehung nur am Rande diskutiert. Denn genauso wie der Staat ein Interesse hat seine Einnahmen zu sichern und nach Möglichkeit zu erhöhen, haben Steuerzahler ein Interesse ihr Einkommen und Vermögen vor seinem Zugriff zu schützen.

In einer Zeit in der viele ehemalige Ostblockstaaten die Flat Tax erfolgreich etabliert haben und in Deutschland am Status Quo festgehalten wird, ist es notwendig, dass auch bei uns verstanden wird, welche Anreizwirkungen die steuerliche Belastung auslöst und welche individuellen und volkswirtschaftlichen Konsequenzen das Verhalten der Steuerzahler hat. Kurz, eine Debatte über Steuermoral kann ohne das Wissen um die „Funktionsweise” der Steuerzahler nicht sinnvoll geführt werden.

In seinem Vortrag „Steuermoral und was damit zusammenhängt…” wird Prof. Blankart von der Humboldt-Universität zu Berlin, Einblick über Norm und Wirklichkeit des deutschen Steuersystems und über die Ursachen der in Deutschland weit verbreiteten Steuerhinterziehung geben.

Die Veranstaltung findet am Freitag den 13. Juni um 18.00 Uhr in den Räumen des Haus der Zukunft, Albrechtstraße 11 (schräg gegenüber der „Ständigen Vertretung”) in 10117 Berlin statt.