Seit Jahr und Tag predigt die Bundesregierung den Unternehmen Ressourcen zu sparen. Normalerweise rennt sie bei Unternehmen damit offene Türen ein, werden doch durch einen effizienten Einsatz von Produktionsfaktoren mitunter beachtliche Kosten eingespart, was sich positiv auf die Rentabilität der Wirtschaft auswirkt. Rohstoff und Energie können für die Bundesregierung gar nicht genug eingespart werden, ist sie doch der Ansicht, dass bringe die Unternehmen und die Gesellschaft in eine Win-Win-Situation. Doch geht es um den Faktor Arbeit, der ebenso Kosten verursacht und nebenbei auch recht viel Energie verfuttert, da sieht die Sache plötzlich ganz anders aus. So mussten sich deutsche Unternehmen diesbezüglich fürs kommende Jahr zur Verschwendung verpflichten, einigte man sich doch auf einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Ganz abgesehen davon, dass so eine Verpflichtung pure Augenwischerei ist, weil die wirtschaftlichen Konsequenzen mangelnder unternehmerischer Flexibilität im Umgang mit ihren Produktionsfaktoren mit Sicherheit auf eher indirektem Wege eintreten werden, macht die schizophrene Logik, dass Sparsamkeit nur für einen Teil der Produktionsfaktoren gut sein soll, wirklich keinen Sinn.
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