Pünktlich zum 50igsten Jubiläum des „Großen Sprung nach vorn“, der nahezu jedem chinesischen Dorf einen kleinen Hochofen bescherte und am Ende das Land in eine katastrophale Hungersnot mit bis zu 40 Millionen Opfern stürzen ließ, besinnt sich die polnische Regierung auf diese großartige Idee kommunaler Subsistenzwirtschaft. Diesmal sollen es jedoch keine Hochöfen, sondern Biogaskraftwerke sein, von denen mit Hilfe eines staatlichen Förderprogramms zukünftig mindestens eines seinen Platz in jeder polnischen Kommune finden soll. Auf der Jagd nach Klimaschutz und Energieeffizienz ist den polnischen Politikern offenbar entgangen, dass die Notwendigkeit der Förderung einer Vielzahl von Kleinanlagen gerade ein Indiz für ihre häufige Ineffizienz ist und es den Protagonisten solcher Abenteuer vor allem darum geht den polnischen Bauern ein nettes Zubrot auf Kosten der Steuerzahler zu verschaffen. Vielleicht ist an dem Ausspruch „Vom Sozialismus lernen heißt siegen lernen.“ ja doch etwas dran. Denn wer von den wirtschaftspolitischen Abenteuern des Sozialismus nicht lernt, der wird tatsächlich aus Schaden nie klug werden.
Der Große Sprung ins Grüne
Montag, 6 Oktober, 2008 · 1 Kommentar
Kategorien: Energiepolitik · Umweltpolitik


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gebloggtewelten.de » Blog Archiv » Saure Gurken Zeit // Dienstag, 7 Oktober, 2008 um 6:40 |
[...] bei den marktradikalen Staatsmarginalisierern. Trotzdem nicht uninteressant was die Kollegen vom IUF da ans Licht des Tages (Götterdämmerung spar ich mir) befördern – über [...]