Die Süddeutsche Zeitung hat vor einigen Tagen telefonierende Autofahrer aufs Korn genommen. Nicht nur die Erhöhung der Unfallgefahr wegen geringerer Aufmerksamkeit, sondern auch eine Behinderung des Verkehrs wird den schwatzenden Mobilisten vorgeworfen. Soweit so gut, damit wären die Kosten aufgezählt. Und so horcht man auf, wenn in dem Artikel der Begriff Kosten-Nutzen-Analyse auftaucht. Doch was folgt?
Auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung könnte gegen die Handynutzung im Auto sprechen. Peter Martin, Verkehrsforscher an der University of Utah, vergleicht die Kosten durch Verspätungen mit denen schwerer Verkehrsunfälle. Einkommensverluste und die Kosten für medizinische Behandlungen nach einem Crash summieren sich mitunter auf mehrere Millionen Dollar. Die Kosten für eine Stunde Verspätung auf dem Highway würden in den USA mit 13 Dollar pro Person angegeben.
